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Exzellent an der KUG 2026

Ausstellung im Stiegenhaus des Palais Meran

Bild vom Stiegenhaus im Palais Meran mit Porträts von Musiker*innen
© Silvio Rether/KUG

Unter dem Titel Exzellent an der KUG präsentieren wir ab sofort wieder vier neue Fotoportraits von Studierenden und Absolvent*innen der KUG im Hauptstiegenhaus des Palais Meran. Wir gratulieren herzlich zu den Erfolgen:

Gugg Piano Duo
Tereza Gugg-Kalabova, BA BA MA (Klavier) | Johannes Gugg, BA BA MA (Klavier)
1. Preis | 12. Internationaler Kammermusikwettbewerb “Franz Schubert und die Musik der Moderne“ in der Kategorie Klavierduo | 2025 | Graz | Österreich

Mag.a art. Dr.in artium Adela Liculescu, BA MA MA
(Künstlerisch-wissenschaftliches Doktoratsstudium)
Award of Excellence | Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) | 2025 | Wien | Österreich

Duo Ardea
Laure-Catherine Beyers (Sopran) | Ana Ostojić, MA (Klavier)
1. Preis | International Vocal Competition 's-Hertogenbosch (IVC) | 2025 | 's-Hertogenbosch | Niederlande
3. Preis | 12. Internationaler Kammermusikwettbewerb “Franz Schubert und die Musik der Moderne“ in der Kategorie Duo für Gesang und Klavier (Lied) | 2025 | Graz | Österreich

Roman Fediurko
(Klavier)
1. Preis | 11th Bösendorfer und Yamaha USASU International Piano Competition | 2025 | Arizona | Vereinigte Staaten von Amerika

 

Roman Fediurko

Geboren in Kyjiw, Ukraine. Mit 5 Jahren begann er seine Klavierausbildung in Kyjiw bei Galina Kozjuba. Seit 2021 studiert er an der Kunstuniversität Graz bei Prof.in Milana Chernyavska. Roman ist 1. Preisträger zahlreicher internationaler Klavierwettbewerbe (Takamatsuin Japan, Wladimir Horowitz in Genf, Robert Schumann in Düsseldorf) und trat in der Elbphilharmonie Hamburg, im Konzerthaus und Musikverein Wien, Aram Nuri Arts Center Goyang und weiteren auf.

Wie fühlt es sich für Sie an, ausgezeichnet zu werden?
Die Ehre, die mir durch diese Anerkennung zuteil wurde, ist für mich eine unerwartete und überraschende Geste von Wertschätzung und Hochachtung, deren ich mich plötzlich würdig sah. Es war für mich stets inspirierend, die Bilder und das Lächeln der besten Vertreterinnen und Vertreter der Universität an den Wänden des Palais Meran zu betrachten und an ihnen vorbeizugehen – vor allem, wenn unter den Porträts meine eigenen Klassenkameradinnen und Klassenkameraden, Preisträgerinnen und Preisträger internationaler Klavierwettbewerbe, zu sehen waren.
Für mich bedeutet diese Berücksichtigung nicht nur eine Form der Hochachtung oder ein bloßes Hervorheben einer meiner Leistungen; sie ist vielmehr ein Zeichen dafür, dass die Universität die mühsame, selbstlose und unermüdliche Arbeit der Lehrenden und Studierenden sowie die Synergie ihrer besten persönlichen Qualitäten und Fähigkeiten anerkennt und würdigt.

Was hat sich für Sie beruflich und persönlich seit der Auszeichnung am stärksten verändert? Gab es einen Moment, der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?
Unser Arbeitsprozess kommt nie zum Stillstand: Ständig wählen und erarbeiten wir neues Repertoire und planen die Vorbereitung auf die nächsten Konzerte und Wettbewerbe. Unter den kommenden Terminen in meinem Kalender finden sich Auftritte in Wien, Bern, Mailand, Gmunden, Stockholm und vielen anderen Städten.

Welche Ziele und Erwartungen haben Sie für Ihre weitere künstlerische Laufbahn?
Die Aufteilung der Tageszeit zwischen dem Üben und den stetig wachsenden Studienzielen und -verpflichtungen wird mit der Zeit nicht einfacher; dennoch freue ich mich über alle Maßen auf die zukünftigen Auftrittsgelegenheiten und darauf, die Universität weiterhin auf internationalen Podien würdig und mit Strahlkraft vertreten zu dürfen.


Duo Ardea

Laure-Catherine Beyers und Ana Ostojić bilden das dynamische Duo Ardea. Ihre künstlerische Partnerschaft begann in Graz während ihres Masterstudiums Performance Practice in Contemporary Music an der Kunstuniversität Graz. Im September 2025 gewannen sie mit ihrem Programm “It’s Complicated” den ersten Preis bei dem IVC “Theatre in Song” 2025 in ’s-Hertogenbosch (NL). Zudem ist das Duo jüngst Preisträger des Internationalen Liedduo-Wettbewerbs Franz Schubert und die Musik der Moderne 2025 in Graz.

Wie fühlt es sich für Sie an, ausgezeichnet zu werden?
Wir freuen uns natürlich sehr darüber, dass wir den ersten Preis beim IVC gewonnen haben, ebenso wie über den dritten Preis beim Schubert-Wettbewerb. Ausgezeichnet zu werden bedeutet für uns eine große Anerkennung der Arbeit, die wir leisten – und das ist immer etwas sehr Besonderes. Für uns hat es zudem eine besondere Bedeutung, diese Preise bei so renommierten Liedwettbewerben zu erhalten, da wir kein typisches Liedduo sind. In unserer Arbeit verbinden wir das klassische Kunstlied mit zeitgenössischer Musik, performativen Elementen und einer theatralen Dimension. Uns geht es darum, unterschiedliche Genres miteinander in Dialog zu bringen und neue Perspektiven auf das Repertoire zu eröffnen, das wir alle kennen und lieben. Gleichzeitig ist es uns wichtig, diese Musik nahbar, menschlich und unmittelbar erlebbar zu machen. Dass ein solcher Ansatz – der bewusst Grenzen überschreitet und neue Möglichkeiten auslotet – bei großen Wettbewerben nicht nur wahrgenommen, sondern auch ausgezeichnet wird, bedeutet uns sehr viel.

Was hat sich für Sie beruflich und persönlich seit der Auszeichnung am stärksten verändert? Gab es einen Moment, der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?
Beruflich hat sich für uns bislang tatsächlich noch nicht grundlegend etwas verändert. Leider bedeutet selbst ein Preis bei einem renommierten Wettbewerb nicht automatisch, dass sich daraus unmittelbar konkrete Engagements oder langfristige Perspektiven ergeben. Das war für uns durchaus überraschend und in gewisser Weise auch ein wenig ernüchternd. Dennoch sind wir sehr dankbar, an beiden Wettbewerben teilgenommen zu haben. Besonders im Rahmen des IVC hatten wir die Möglichkeit, einen eigenen theatralen Liederabend zu entwickeln und zur Aufführung zu bringen. Dieser Prozess war für uns künstlerisch wie persönlich äußerst prägend. Wir konnten unser Profil als Duo weiter schärfen, unser Repertoire ausbauen und unseren individuellen Ansatz – die Verbindung von klassischem Kunstlied, zeitgenössischer Musik und performativen Elementen – noch klarer formulieren und auf die Bühne bringen.
Gerade auf persönlicher Ebene hat uns diese Zeit noch enger zusammengeschweißt. Sie hat uns darin bestärkt, den gemeinsamen Weg konsequent weiterzugehen und unserem künstlerischen Profil treu zu bleiben. Wir wissen heute noch klarer, dass unsere Stärke und unsere Leidenschaft in genau diesem Feld der Exploration und Innovation liegen. Der kreative Austausch zwischen uns, das gegenseitige Inspirieren und Herausfordern, ist ein zentraler Motor unserer Arbeit geworden.

Welche Ziele und Erwartungen haben Sie für Ihre weitere künstlerische Laufbahn?
Wir möchten unser Duo konsequent weiterentwickeln und unseren künstlerischen Weg mit Neugier und Offenheit fortsetzen. Dabei hoffen wir auf viele spannende, herausfordernde und innovative Projekte, die uns ermöglichen, unseren Ansatz weiter zu vertiefen und neue Facetten unseres Repertoires zu entdecken. Ein besonderes Highlight in diesem Jahr ist die Aufnahme unserer ersten CD im Sommer. Darauf freuen wir uns sehr, da sie für uns einen wichtigen künstlerischen Meilenstein darstellt und unsere Arbeit erstmals in dieser Form dokumentiert.


Mag.a art. Dr.in artium Adela Liculescu, BA MA MA

Adela Liculescu unterrichtet seit 2024 Klavier an der MDW (seit März 2026 als Senior Artist). Seit 2021 ist sie Pianistin des Klavierquintetts „Philharmonic Five“ (u.a. Abo-Reihe im Wiener Konzerthaus). Sie ist Preisträgerin internationaler Wettbewerbe (u. a. George Enescu in Bukarest und Beethoven in Wien). Ihr Doktoratsstudium an der KUG (bei Prof. Dr. Milana Chernyavska und Prof. Dr. Deniz Peters) sowie mehrere Studien an der MDW schloss sie jeweils mit Auszeichnung ab.

Wie fühlt es sich für Sie an, ausgezeichnet zu werden?
Ich fühle mich außerordentlich glücklich und geehrt, den Award of Excellence des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung der Republik Österreich erhalten zu haben. Diese Auszeichnung kam für mich als eine wunderschöne Überraschung und stellt einen krönenden Abschluss meines langen akademischen Werdegangs dar. Besonders stolz bin ich darauf, dass der enorme Einsatz, den ich in meine Doktorarbeit investiert habe, mit einer derart bedeutenden Anerkennung gewürdigt wurde.

Was hat sich für Sie beruflich und persönlich seit der Auszeichnung am stärksten verändert? Gab es einen Moment, der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?
Seit der Verleihung der Auszeichnung am 10. Dezember 2025 hat sich tatsächlich ein weiterer bedeutender beruflicher Meilenstein ergeben: Nach einem erfolgreichen Hearing im Dezember 2025 konnte ich mich bei einem Bewerbungsverfahren für die Stelle als Senior Artist für Klavier am Ludwig van Beethoven Institut für Klavier in der Musikpädagogik der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) durchsetzen, die ich ab dem 1. März 2026 antreten darf. Die Zeit rund um die Jahreswende 2025/2026 ist mir daher als besonders prägender Wendepunkt in Erinnerung geblieben – als ein Moment, in dem ich einen stimmigen und würdigen Übergang von der Studienzeit in das Berufsleben erleben durfte.

Welche Ziele und Erwartungen haben Sie für Ihre weitere künstlerische Laufbahn?
Ich wünsche mir, die zahlreichen Erfahrungen und Erkenntnisse, die ich während meiner prägenden Ausbildungsjahre sammeln durfte, künftig möglichst vielseitig und kreativ einsetzen zu können – sowohl in meiner künstlerischen als auch in meiner pädagogischen Tätigkeit. Dabei ist es mir besonders wichtig, mir meine Neugier zu bewahren, kontinuierlich Neues zu entdecken und mich offen auf neue Impulse und Herausforderungen einzulassen.


Gugg Piano Duo

Das Klavierduo Gugg ist Gewinner des Internationalen Wettbewerbs Franz Schubert und die Musik der Moderne (FSMM) 2025 und gastiert regelmäßig in bedeutenden Konzertsälen – zuletzt im Wiener Konzerthaus, im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins, im Stefaniensaal des Musikvereins Graz sowie im Athenäum in Bukarest. Konzerteinladungen führten das Duo nach Deutschland, Tschechien, Polen, Estland, Rumänien, Österreich, Italien, Spanien, England, in die Slowakei, die Niederlande und nach Brasilien.

Wie fühlt es sich für Sie an, ausgezeichnet zu werden?
Über jede Auszeichnung freut man sich natürlich – doch diese hier hat uns ganz besonders berührt. Die Musik von Franz Schubert ist für jedes Klavierduo eine große interpretatorische Herausforderung, und gerade deshalb hatte der erste Preis bei diesem Wettbewerb für uns eine besondere Bedeutung. Dazu kommt noch, dass der Wettbewerb in unserer Heimatstadt stattgefunden hat - das Preisträgerkonzert, bei dem auch viele unserer Bekannten und Freunde im Publikum waren, war ein sehr schöner Moment für uns.

Was hat sich für Sie beruflich und persönlich seit der Auszeichnung am stärksten verändert? Gab es einen Moment, der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?
Seit der Auszeichnung ist die öffentliche Aufmerksamkeit gewachsen. Dadurch öffnen sich neue Türen und es ergeben sich neue künstlerische Möglichkeiten bzw. weitere Konzertauftritte. Zugleich ist für uns persönlich die Auszeichnung eine wichtige Bestätigung dafür, dass wir uns auf einem guten Weg befinden, was natürlich frische Motivation und Inspiration mit sich bringt.

Welche Ziele und Erwartungen haben Sie für Ihre weitere künstlerische Laufbahn?
Diese Frage ist schwierig zu beantworten, da eine künstlerische Laufbahn nur bedingt planbar und kaum vorhersehbar ist. Wir möchten vor allem die sich bietenden Möglichkeiten bestmöglich nutzen und weiter wachsen - die künstlerische Entwicklung ist nie abgeschlossen. Jedenfalls wünschen wir uns, Wege und Mittel zu finden, um auch junge Generationen für klassische Musik zu begeistern und hoffen, auch in Zukunft viele Besucherinnen und Besucher bei unseren Konzerten begrüßen zu dürfen.
 

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